Ginseng gilt schon seit Jahrtausenden im asiatischen Raum, vor allem in China, als Wundermittel, welches Energie und Ausdauer verleihen und die Libido anregen soll. Zudem schützte es die damalige Bevölkerung vor Krankheiten, da es das Immunsystem stärkt.
Das Augenmerk der Forschung auf diese besondere Wurzel wurde erstmals verstärkt in den 1960er und 1970er Jahren gerichtet. Denoch schwand mit der Zeit das Interesse an ihr, da man verstärkt auf die chemische Herstellung von Medizin setzte.
Da der Trend in den letzten Jahren wieder deutlich in Richtung Umwelt- und Körperverträglichkeit geht, vor allem da natürlich gewonnene Medikamente eine höhere Bioverfügbarkeit haben, treten seit 2009 verstärkt neue Langzeitstudien auf.

Lebensverlängerung für Männer

So wurde 2009, im Journal of Alternative and Complementery Medicine, eine epidemiologisc3359060002_a037c5f4d3_nhe Langzeitstudie aus Korea veröffentlicht, die sich mit dem Zusammenhang zwischen der verlängerten Lebenszeit und der Einnahme von Ginseng befasst.
Die Studie, mit 6.282 Probanden im Alter über 55 Jahren, startete 1985 und beteiligte Männer und Frauen, die Ginseng regelmäßig einnahmen oder auf den Verzehr verzichteten. Ende 2003 wurde die Stuide nach 18 Jahren abgeschlossen und um irrelavante Variablen auszuschließen, wurden alle statistischen Messungen verwendet.

Auch Frauen können profitieren

Die Auswertung zeigte eine deutlich geringere Sterberate bei allen möglichen Todesursachen (Unfälle natürlich ausgeschlossen), jedoch nur bei den Männern. Bei den Frauen wurde „nur“ ein erfreulicher Rückgang der krebsspezifischen Sterblichkeit erkannt.

Ginseng als Kur bei Blutzucker leider nicht medizinisch bestätigt

Eine weiter Studie der Boston University aus dem Jahre 2009, welche in der Fachzeitschrift Evidence-based Complementary and Alternative Medicine veröffentlicht wurde, befasste sich mit der Insulinbildung des Körpers.
Dabei konnten das Forscherteam zwar erforschen, dass Ginseng den Insulinhaushalt erhöhen kann, das Absterben der Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse nachweislich gemindert wird und der Blutzucker der Patienten mit Typ-2-Diabetis zurück geht. Jedoch konnte kein wissenschaftlicher Zusammenhang hergestellt, oder der Mechanismus verstanden werden, weshalb Ginseng bis heute, aus medizinsicher Sicht, nicht mit der Bekämpfung von Blutzucker in Verbindung gebracht werden kann.

Ginseng zur Anwendung bei Müdigkeit

Aus medizinscher Sicht konnte jedoch ein positiver Effekt auf das Schlafverhalten erforscht werden, geschlechtsneutral. Indem das Immunsystem gestärkt wird, da die Wirkstoffe der Wurzel die Abwehrkräfte anregen und der Körper somit tiefenentspannt aus der Ruhephase erwacht. Außerdem wird der Körper widerstandsfähiger, wodurch chronische Müdigkeit vermindert wird. Ginseng wird aber auch als Kraftspender, wie z.B. bei krebskranken Menschen, benutzt. Schon eine tägliche Dosis von 200mg hilft gegen die Müdigkeit bei Krebskranken und hebt die Leistung des Körpers an.